Herzlich willkommen, Ursula Binsack, Gemeindereferentin in der Seniorenseelsorge

 
Seit März 2017 wirkt Frau Ursula Binsack als Seniorenseelsorgerin im Caritas-Altenheim Marienstift an der Schillerstraße und ebenso für das Haus Anna Elisabeth in der Rothschwaige. Außerdem ist sie als Nachfolgerin von Frau Karin Heimann auch Dekanatsbeauftragte für Seniorenpastoral im Dekanat Dachau und somit Ansprechpartnerin in allen Fragen der Seelsorge mit und für Senioren.

Frau Gemeindereferentin Binsack hat viel Erfahrung in der Begleitung von alten und pflegebedürftigen Menschen und von ihren Angehörigen. Frau Binsack weiß um die nachlassenden Kräfte der Hochbetagten und resümiert: „Alles dauert bei ihnen länger. Ihre Partner, Verwandten und Freunde sterben weg. Die Orientierung lässt nach. Und der Lebensraum wird immer enger. So entsteht oft ein Gefühl der Sinnlosigkeit, die eingebildete Vorstellung, nichts mehr wert zu sein, die Befürchtung, anderen nur zur Last zu fallen.“

Als Seelsorgerin versteht sich Frau Binsack darauf, mit aufrichtiger Einfühlungsgabe unsere christliche Religion als ermutigende Kraftquelle einzusetzen. Dabei bringt sie ihrem Gegenüber immer etwas Unbezahlbares mit, nämlich Zeit. Einer würdevollen Begleitung am Lebensende räumt sie eine sehr hohe Rangstufe ein. Und Zeit nimmt sie sich gerne auch für die Angehörigen der Heimbewohner und Heimbewohnerinnen, für die MitarbeiterInnen in den Pflegeeinrichtungen und für die Ehrenamtlichen, die in die Häuser frisches Leben bringen.

Frau Binsack orientierte sich nach dem Abitur zunächst in ganz unterschiedlichen Berufsfeldern: sie nahm Schauspielunterricht, studierte ein Semester Theologie und erlernte schließlich den Beruf der Erzieherin.

Nach ihrer Heirat arbeitete sie zwei Jahre in einer Tagesheimschule. Während der Elternzeit mit ihren drei Töchtern engagierte sie sich ehrenamtlich sowie nebenberuflich in Pfarrgemeinden in München und Dachau und belegte nebenher den Fernkurs ‚Basiswissen Theologie‘ der Deutschen Bischofskonferenz an der Würzburger Domschule.

Von 1992 bis 1997 absolvierte sie den Studiengang Religionspädagogik und Kirchliche Bildungsarbeit an der Kath. Universität Eichstätt. Von 1997 bis 2001 war sie Gemeindereferentin in St. Peter (Dachau) und seit 2001 Gemeindereferentin in der Altenheimseelsorge im Haus am Valentinspark in Unterschleißheim.

Schon in jungen Jahren sprach sie ihrer Mutter gegenüber einmal eine für ihre Person vielleicht ganz bezeichnende Erkenntnis zu ihrer Arbeitsweise aus. Sie erklärte seinerzeit: „Zur Seelsorge gehört auch das, was gutes Theater tut: nämlich Geschichten erzählen – Geschichten von Gott und den Menschen. Und dann den Geschichten der Menschen mit Gott zuhören, sie deuten, begleiten und im heiligen Spiel miteinander feiern.“

Möge Gottes segenbringender Beistand ihr bei ihrer anspruchsvollen neuen Aufgabe gutes Gelingen schenken – zum Wohl unserer Seniorinnen und Senioren mit Angehörigen sowie für die Pflegerinnen und die Pfleger.

Dieter Reinke